Tsugaru-Shamisen
 

Tsugaru-Shamisen ist ein traditionelles japanisches Streichinstrument.

Das Tsugaru-Shamisen, welches heute hier gespielt wird, hat eine 100-jährige Geschichte und gilt als Schlaginstrument, da die Saiten nicht gestrichen (Geige),
oder gezupft (Gitarre), sondern hauptsächlich mit dem ″Bachi″

geschlagen werden.
Ursprünglich wurde dieses Instrument von Blinden gespielt, die von Haus zu Haus gingen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

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Die Shamisen oder Samisen - bedeutet "drei Saiten". Es ist ein dreisaitiges, traditionelles japanisches Musikinstrument, welches aus dem chinesischen Instrument Sanxian stammt. Es wird mit einem Plektrum gespielt, das als Bachi bezeichnet wird.

Die japanische Aussprache ist in der Regel "Shamisen", manchmal aber auch "Jamisen", wenn sie als Suffix verwendet wird (z.B. Tsugaru-jamisen) (im Westen Japans, und oft in Quellen der Edo-Periode, wird sie teilweise "Samisen" genannt).

Die Konstruktion der Shamisen variiert in der Form, je nach Genre, in dem sie verwendet wird. 

Beispiele für Shamisen-Genres:

  • Nagauta

  • Jiuta

  • Min'yo

  • Kouta

  • Hauta

  • Shinnai

  • Tokiwazu

  • Kiyomoto

  • Gidayu

  • Tsugaru

Das verwendete Bachi wird auch je nach Genre unterschiedlich sein, wenn es überhaupt verwendet wird. Shamisen werden nach Größe und Genre klassifiziert. Es gibt drei Grundgrößen: Hosozao, Chuzao und Futozao.

Hosozao

Der Hosozao (wörtlich "dünner Hals"), wie sein japanischer Name schon sagt, ist die kleinste Art von Shamisen. Der Körper ist klein und besonders quadratisch, mit einem besonders dünnen Hals, der sich von den Saiten weg verjüngt, während er sich dem Körper nähert. Im Allgemeinen wird der Hosozao im Genre Nagauta verwendet, dem kürzeren und dünneren Hals, der die agilen und virtuosen Anforderungen von Kabuki erfüllt. Hosozao Shamisen, die speziell für Nagauta-Ensembles gebaut wurden, werden oft einfach als "Nagauta Shamisen" bezeichnet. Der Hosozao wird auch oft in Kyouta (Geisha-Musik) verwendet.

Chuzao

Der Chuzao (wörtlich "mittlerer Hals") ist eine Größe größer als der Hosozao. Wie der Name schon sagt, ist der Hals etwas dicker. Wenn sich der Hals dem Korpus des Instruments nähert, bleibt der Abstand zwischen den Saiten und dem Griffbrett erhalten, im Gegensatz zum Hosozao, wo er sich verjüngt. Das Griffbrett endet abrupt, und der Rest des Halses biegt sich scharf in den Korpus des Instruments. Die ausgeprägte Kurve, die kurz vor der Begegnung des Halses mit dem Körper entsteht, wird als Hatomune bezeichnet (wörtlich "Taubenbrust"). Das Ergebnis ist ein erweitertes Griffbrett, das dem Chuzao ein höheres Register verleiht als dem Hosozao. Der Chuzao wird für das Spiel im Genre Jiuta bevorzugt, mit einem breiteren, weicheren Timbre. Es ist auch ein "Allround"-Instrument, das tatsächlich in vielen Genres eingesetzt werden kann.

Futozao (Tsugaru-Shamisen)

Futozao (wörtlich " dicker Hals ") werden in der robusten Musik von gidayubushi (die Musik von Bunraku), Joruri Min'yo und Tsugaru-shamisen verwendet. In diesen Genres erleichtert ein dickerer Hals die größere Kraft, die beim Spielen der Musik dieser Stile verwendet wird. Das futozao von Tsugaru-shamisen ist eine ziemlich neue Innovation und wird gezielt in einer viel größeren Größe als die traditionellen Shamisens gebaut. Sein Hals ist viel länger und dicker als die traditionellen Nagauta- oder Jiuta-Shamisen.

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